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Enterokokken im Trinkwasser: Warum ein Wassertest wichtig ist
Ein aktueller Fall aus Würzburg und Gerbrunn zeigt, wie schnell Enterokokken im Trinkwasser zum Problem werden können. Nachdem bei einer Routineuntersuchung eine bakterielle Verunreinigung festgestellt wurde, sollten Haushalte ihr Trinkwasser vorsorglich abkochen.
Der Fall macht deutlich: Trinkwasser kann mikrobiologisch belastet sein, ohne dass man es sieht, riecht oder schmeckt. Ob eine Verunreinigung vorliegt, lässt sich zuverlässig nur durch eine fachgerechte Trinkwasserprüfung im Labor feststellen.
Was sind Enterokokken?
Werden Enterokokken im Trinkwasser nachgewiesen, deutet das auf eine hygienische Belastung des Wassersystems hin. Ursache können zum Beispiel verunreinigtes Rohwasser, undichte Leitungen, Einträge nach Starkregen, Mängel an Brunnenanlagen oder Probleme in der Hausinstallation sein.
Wichtig ist: Eine Untersuchung nur auf Enterokokken ist in der Regel wenig sinnvoll. Der Parameter wird üblicherweise im Rahmen einer mikrobiologischen Trinkwasseruntersuchung bewertet zusammen mit weiteren mikrobiologischen Parametern.
Warum sind Enterokokken im Trinkwasser problematisch?
Enterokokken sind vergleichsweise widerstandsfähige Bakterien. Sie können in der Umwelt länger überleben als manche andere Darmbakterien und sind gegenüber ungünstigen Bedingungen relativ robust.
Für gesunde Menschen muss ein Kontakt nicht automatisch zu einer Erkrankung führen. Bei empfindlichen Gruppen wie Säuglingen, älteren Menschen, Schwangeren oder immungeschwächten Personen kann eine mikrobiologische Belastung jedoch gesundheitlich relevant sein.
Nach der deutschen Trinkwasserverordnung dürfen Enterokokken im Trinkwasser nicht nachweisbar sein. Der Grenzwert liegt bei 0 koloniebildenden Einheiten pro 100 Milliliter Wasser.
Welche Untersuchung ist im Einzelfall sinnvoll?
Grundsätzlich wird Trinkwasser durch die Wasserwerke regelmäßig kontrolliert. Die Qualität kann sich jedoch in der Hausinstallation verändern – etwa durch Stagnation, technische Mängel, Einträge von außen oder besondere Vorkommnisse. Bei Eigenwasserversorgungsanlagen wie Brunnen sind die Betreiber:innen selbst für regelmäßige Untersuchungen verantwortlich.
Der Fall in Würzburg zeigt: Mikrobiologische Belastungen werden oft erst durch gezielte Kontrollen entdeckt. Sinnvoll ist daher meist eine mikrobiologische Trinkwasseruntersuchung mit den jeweils passenden Parametern – nicht nur eine isolierte Prüfung auf Enterokokken.
Welche Untersuchung für Ihre Trinkwasseranlage sinnvoll ist, hängt von der Anlage, dem Anlass und möglichen Vorgaben des Gesundheitsamts ab. Wir beraten Sie gern dazu, welche mikrobiologischen Parameter geprüft werden sollten und welche Anforderungen an die Probenahme zu beachten sind.
Wann sollte man Wasser auf Enterokokken testen?
Eine Wasserprüfung auf Enterokokken ist besonders sinnvoll, wenn Wasser aus einem eigenen Brunnen stammt oder eine private bzw. gewerbliche Trinkwasseranlage genutzt wird. Auch nach Bauarbeiten, längerer Standzeit, Starkregen, Überschwemmungen oder bei auffälligem Geruch, Geschmack oder Trübung sollte das Wasser untersucht werden.
Wichtig ist: Auch optisch klares Wasser kann belastet sein. Enterokokken im Trinkwasser lassen sich nicht mit bloßem Auge erkennen. Nur ein Labortest zeigt zuverlässig, ob eine Verunreinigung vorliegt.
Lassen Sie sich jetzt zur passenden mikrobiologischen Trinkwasseruntersuchung beraten.

