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6 überraschende Fakten über Trinkwasser in Deutschland
Trinkwasser ist in Deutschland jederzeit verfügbar, streng kontrolliert und vergleichsweise günstig. Trotzdem wissen viele nicht, wie aufwendig die Versorgung eigentlich ist – und warum die Qualität am eigenen Wasserhahn nicht nur vom Wasserwerk abhängt.
Diese sechs Fakten zeigen, woher unser Trinkwasser kommt, wie wir es nutzen und wann ein Trinkwassertest sinnvoll sein kann.
1. Deutschlands Trinkwassernetz ist über 500.000 Kilometer lang
Das Trinkwasser wird in Deutschland über ein Leitungsnetz von rund 544.000 Kilometern transportiert. Die Wasserverluste liegen laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei etwa 6 Prozent – damit zählt das deutsche Trinkwassernetz zu den effizientesten in Europa.
2. Der größte Teil unseres Trinkwassers kommt aus Grundwasser
Ein großer Teil des deutschen Trinkwassers wird aus natürlichen Ressourcen gewonnen. Besonders wichtig ist Grundwasser: Laut Umweltbundesamt stammen rund 70 Prozent aus Grundwasser. Weitere Quellen sind unter anderem Talsperren, Seen, Quellwasser und Flüsse.
Das macht deutlich: Sauberes Grundwasser ist die Grundlage für sicheres Trinkwasser.
3. Wir nutzen täglich rund 122 Liter Trinkwasser
Pro Person werden in Deutschland im Haushalt und Kleingewerbe täglich etwa 122 Liter Trinkwasser genutzt. Der überwiegende Anteil ist auf Baden, Duschen und Körperpflege zurückzuführen. Danach folgen Toilettenspülung, Wäschewaschen und Geschirrspülen. Für die Lebensmittelzubereitung und das Trinken wird dagegen nur ein kleiner Teil verwendet. Trinkwasser ist also nicht nur Lebensmittel, sondern auch Alltagswasser.
4. Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz
Beinahe die gesamte Bevölkerung in Deutschland ist an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen: 99,4 Prozent der Haushalte beziehen ihr Trinkwasser direkt von öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen. Nur ein sehr kleiner Anteil nutzt andere Versorgungsformen, etwa eigene Brunnen.
5. In die Trinkwasserversorgung fließen jedes Jahr Milliarden
Damit Trinkwasser jederzeit zuverlässig aus dem Hahn kommt, muss das System ständig gewartet, erneuert und ausgebaut werden. Allein im Jahr 2023 investierte die deutsche Wasserwirtschaft rund 3,9 Milliarden Euro in die öffentliche Trinkwasserversorgung. Der größte Teil davon floss in das Rohrnetz – also genau in die Leitungen, die das Wasser bis in Städte, Gemeinden und Haushalte bringen.
6. Trinkwasser wird streng kontrolliert
Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist sehr hoch. Wichtig ist aber: Was am Wasserhahn ankommt, kann auch durch die Leitungen im Haus beeinflusst werden. Alte Rohre, lange Standzeiten, Armaturen oder Warmwasseranlagen können die Qualität verändern. Deshalb kann ein Trinkwassertest besonders sinnvoll sein, wenn das Wasser auffällig riecht, schmeckt, verfärbt ist oder wenn Babys, Schwangere oder empfindliche Personen im Haushalt leben.
Mit einem Trinkwassertest erfahren Sie, ob Ihr Leitungswasser an der Entnahmestelle unauffällig ist oder ob relevante Belastungen vorliegen.
Hier zur Übersicht unserer Trinkwassertests
Quellen
- Umweltbundesamt: Daten zur Trinkwasserqualität, 08.04.2025.
- BDEW: Trinkwasser – Wasserverluste, 28.03.2025.
- Umweltbundesamt: Grundwasser, 12.04.2024.
- Bundesumweltministerium: Statistik Trinkwasserversorgung, 26.09.2025.
- BDEW: Trinkwasserverwendung im Haushalt 2024.
- BDEW: Trinkwasser: Struktur- und Marktdaten, 06.02.2026.

