CSB

(chemischer Sauerstoffbedarf)

Der CSB-Wert (Maßeinheit mg/l) spielt bei der Beurteilung von häuslichen und gewerblichen Abwässern eine große Rolle. Er ist als Summenparameter für die organische Belastung eines Abwassers mit der wichtigste Parameter im Bereich der Abwasseranalytik. Durch die praktische Handhabung ist er ein wesentlicher Parameter für die Steuerung von Kläranlagen geworden.

Bei allen Methoden, die beim CSB zur Anwendung kommen, wird grundsätzlich die Oxidierbarkeit der Wasserinhaltsstoffe mit schwefelsaurer Kaliumdichromatlösung, unter Verwendung von Silbersulfat als Katalysator, gemessen. Störungen durch Chlorid werden mit Quecksilbersulfat größtenteils verhindert.

Die CSB-Bestimmung wird nach DIN 38409 Teil 41 durch Titration mit Ammoniumeisensulfat zur Ermittlung der nichtverbrauchten Kaliumdichromatmenge vorgenommen. Die Umschlagspunktbestimmung erfolgt mittels Redox-Indikator (Ferroin). Durch Rückrechnung wird die der oxidierten Substanz äquivalente Menge des verbrauchten Kaliumdichromates erfasst. Dies ist die amtliche Methode, die bei einer Überprüfung durch die Wasserbehörde zum Einsatz kommt.

Der Grenzwert für Kläranlagen der Ausbaustufe I liegt in Deutschland bei 150 mg/l.

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