Informationen zur Stagnationsbeprobung

Die Konzentration in einer Probe, die für die durchschnittliche wöchentliche Wasseraufnahme durch den jeweiligen Verbraucher repräsentativ ist, hängt bei gegebener Wasserbeschaffenheit von der mittleren Verweilzeit in der Installation ab. Bezugsgröße ist eine Stagnationszeit von 4 Stunden. Wenn die Konzentration in der Probe nach exakt 4 Stunden Stagnation nicht über dem jeweiligen Parameterwert liegt, ist auch eine Überschreitung des Wochenmittelwertes unwahrscheinlich.

An jeder Zapfstelle werden drei Proben genommen (S0, S1, S2). Dabei stellt die Probe S0 die vom Wasserversorger angelieferte Trinkwasserqualität dar, die Proben S1 und S2 werden nach 4-stündiger Stagnation des Wassers an der gleichen Zapfstelle hintereinander entnommen. Dabei spiegelt die Konzentration in der Probe S1 neben der Hausinstallation auch den Einfluss der Entnahmeapparatur wider (wichtig bei Nickel und Blei), während die Probe S2 nur den Einfluss der übrigen Hausinstallation umfasst.

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