Legionellen (Legionella pneumophila)
Legionellen sind bewegliche Stäbchenbakterien und gedeihen vor allem in einer feucht-warmen Umgebung. Sie sind die Ursache der so genannten «Legionärskrankheit», die sich als schwere Lungenentzündung äußert. Legionellen stellen beim Menschen z.B. beim Schwimmen oder Schlucken von Wasser zunächst keine Gefahr dar. Auch die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist unwahrscheinlich. Die Gefahr der Ansteckung durch Legionellen entsteht durch Inhalation z.B. beim Duschen, von Wasserdampf bei Multifunktionsspritzen in Dentaleinheiten.
Stehendes Wasser in haustechnischen Installationen mit Temperaturen zwischen 30 und 50 °C ist die ideale Voraussetzung für die Vermehrung dieser Bakterien.
Wenn der Legionellenbefall in einer Anlage frühzeitig erkannt wird, können rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen werden.
Risikobereiche sind vor allem:
- Duschen in Hotels, Krankenhäusern, Altenheimen, Schwimmbädern und allen anderen öffentlichen Einrichtungen
- Whirlpools und andere Schwimmbäder mit sprudelnden Wasserattraktionen
- Multifunktionsspritzen in Dentaleinheiten
- Kühltürme
Einrichtungen, die besonders gefährdet sind:
- Alters- und Pflegeheime
- Krankenhäuser
- Hotels und Schulen
Aktuelles
Berliner Hygienefachgespräche am 31.08.2010
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